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Canelés

Canelés sind außen ein wenig karamellig und innen weich. Die Canelés stammen aus Bordeaux und werden gerne zusammen mit dem Kaffee genossen….aber auch sonst gerne zu jeder Tageszeit. Die Canelés sehen aus wie kleine Miniguglhupfe…ein kleiner Hingucker, von dem man gerne ein, zwei oder noch eins mehr probiert.

Einige meiner deutschen Freunde waren sehr überrascht von der ungewöhnlichen Konsistenz und dem angenehmen, etwas alkoholischen, Geschmack.

Meine ersten Canelés habe ich mit einer ganz normalen Silikonbackform gebacken. Das Resultat ist auch ganz gelungen. Da sich meine Backleidenschaft inzwischen rumgesprochen hat, habe ich von meiner Familie aus Bordeaux zu Weihnachten 6 kleine traditionelle Förmchen aus Kupfer geschenkt bekommen. Diese Förmchen haben aber wirklich ihren Preis.

Wie dem auch sei, das Rezept ist recht einfach und schnell zu machen.  Allerdings muss man schon am Vortag den Teig herstellen, da er mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen soll. Ich bereite meist gleich eine größere Menge vor und friere einen Teil ein. So habe ich den Teig beim nächsten Mal schneller zur Hand.

Nun also zum Rezept. Auf dem Blog von Mercotte habe ich viele hilfreiche Ratschläge gefunden.  Die Canelés müssen eine kurze Zeit bei sehr hohen Temperaturen gebacken werden. Da ein handelsüblicher Ofen aber nur bis 250°C erhitzt werden kann, waren die Tipps zur Backtemperatur von Mercotte sehr nützlich. Mercotte nutzt anstatt Zucker den Muscovado Zucker, welcher einen noch karamelligeren Geschmack abgibt. Allerdings ist dieser Zucker recht teuer und auch nicht überall zu finden. Daher habe ich normalen Zucker genutzt.  Dafür habe ich eine Vanilleschote mehr dazu genommen. Auch das Rezept, welches mit meinen neuen Backförmchen von BAILLARDRAN geliefert wurde, war hilfreich.

Zutaten:

½ Liter Milch

25 g Butter

2 Eier und 2 Eigelb

2 Vanilleschoten

100 g Mehl

200 g Zucker

15 cl Rhum

Am Vortag zubereiten:

In einem Topf die Milch, die ausgekratzten Vanilleschoten und die Butter erhitzen. Separat in einer Rührschüssel das Mehl, den Zucker und die leicht geschlagenen Eier verrühren. Danach die heiße Milch hinzufügen. Das ergibt einen recht flüssigen Teig. Wenn die Mischung abgekühlt ist, den Rhum untermischen.

Mindestens 24, max. 48 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag:

Backofen vorheizen.

Ich habe in verschiedenen Rezepten gelesen, dass man die Förmchen mit Butter auspinseln und mit Puderzucker ausstäuben soll. Bei den Silikonförmchen habe ich aber so keinen großen Unterschied festgestellt. Die Kupferförmchen müssen in jedem Fall schön eingefettet werden. Förmchen bis zu ¾ füllen.

Canelés in der Silikonform backen:  11 Minuten bei 250°C, danach Temperatur auf 180°C senken und  1 Stunde lang weiterbacken.

Canelés in Kupferförmchen backen: 15 Minuten bei 220°C, danach 45 Minuten bei 160°C.

Die Canelés schmecken am besten ganz frisch, noch am selben Tag. Am nächsten Tag sind sie außen weicher, aber der Geschmack ist immer noch phänomenal.

 

Bonne dégustation!

 

5 Kommentare

  1. Saskia sagt

    Die köstlichen Canelés haben wir in unserem letzten Frankreichurlaub entdeckt und waren entzückt. Auf die Idee, sie selber zu backen, wäre ich vor Ehrfurcht nie gekommen. Danke für Deinen wunderschönen Blog, der Lust darauf macht, nachzubacken. Freue mich auf viele weitere Anregungen und Tipps.

    • Caro sagt

      Und sie sind echt nicht schwer herzustellen…Ich freue mich, dass ich ein paar schöne Erinnerungen an Frankreich geben konnte.
      Herzliche Grüsse
      Carolin

  2. Pingback: Eclairs Numéro 88 – oder der vierhändige Tag der Blümchen-Eclairs | vivi's deli

  3. Irene sagt

    Ich habe diese köstlichen Canelés durch meine liebe Nachbarin kennengelernt und habe sie jetzt für meinen Mann zum Geburtstag gebacken. Alle waren super begeistert und sie waren sofort aufgegessen. Wirklich sehr, sehr lecker!!

    • Liebe Irene,
      das freut mich wirklich sehr, dass die Canelés geschmeckt haben!
      Was für ein schönes, einfaches Rezept, oder?

      Herzliche Grüsse
      Caro

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