Rezepte
Kommentare 6

Erdbeertarte – Tarte aux Fraises

Yeaaaahhh sie sind wieder da…die Erdbeeren. Sie schmecken wieder und machen Lust auf viele rote Kleinigkeiten.

Ich habe mich gleich für eine Tarte aux Fraises entschieden. Sie ähnelt nicht gerade unserem deutschen Erdbeerkuchen. Der Boden ist eher fest und flach, fast wie ein Keks….ein großer Keks….

Ich habe mich für einen Tarte-Boden mit Haselnüssen entschieden, den ich im Buch „Tartes folles“ von Thierry Mulhaupt gefunden habe. Er schreibt in dem Buch, dass das Rezept von Gérard Bannwarth stammt.

Der Boden nennt sich „ Pâte Congrès Sablée aux Noisettes et à la Cannelle“, also ein Boden mit Haselnuss und Zimt. Den Zimt habe ich weggelassen, ansonsten habe ich das Rezept für den Boden genau so ausprobiert.

Damit der Boden nicht durchweicht, habe ich ihn mit geschmolzener, weisser Schokolade bestrichen. Für die Crème habe ich eine Crème Pâtissière zubereitet die ich mit Mascarpone noch etwas fester geschlagen habe und dann mit einer Pistazienpaste abgeschmeckt habe.

Über die Erdbeeren habe ich dann noch meine Hibiskus-Glasur, die ich noch von meiner Hibiskus-Kugel übrig hatte, genutzt. Ein normaler Tortenguss tut es hier aber auch. Noch ein paar Pistazienkrümel…fertig.

Ich mag den Pistaziengeschmack besonders gern. Wer nicht so ein Pizazienfan ist, kann die Pistazie auch weglassen. Der Geschmack ist dann vanilliger.

Hier also zum Rezept.

Zutaten:

Für den Boden
  • 250 g Mehl
  • 175 g Butter
  • 125 g Haselnüsse
  • 125 g Puderzucker
  • 80 g Ei
Für den Belag
  • 50 g weiße Kuvertüre
  • 2 EL Erdbeerkonfitüre „samt“, also nicht mit Stückchen
  • Crème Pâtissière (hier findet ihr das ausführliche Rezept), zusätzlich 100 g Mascarpone
  • 1 EL Pistazienmark (gefunden im Feinkostladen, Achtung nicht erschrecken – ist teuer)
  • 300 g Erdbeeren…oder auch mehr, je nachdem wie viel man davon wegisst…
Tortenguss Hibiskus:
  • 50 cl Wasser
  • 300 g Zucker
  • 30 g Glukose
  • 15 g Hibiskus
  • 125 g Zucker mit 20 g Pektin NH (oder Agar Agar) vermischt
  • 10 g gehackte Pistazien zur Deko

Am Vortag

Zubereitung der Crème Patissière. Die Crème muss mindestens 12 Stunden im Kühlschrank bleiben

Zubereitung des Teiges:

Butter mit gesiebtem Mehl krümeln. Die Haselnüsse kurz in einer Pfanne anrösten und dann im einem Mixer kleinhacken.

Die gehackten (sehr fein) Haselnüsse hinzufügen, danach den Puderzucker und schließlich die Eier.

Alles vermischen in eine gleichmäßige Masse (die sehr weich ist). Nicht zu viel kneten! Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und dann 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (maximal 1 Woche).

Mein Ring für die Tarte hat einen Durchmesser von 25 cm. Ich habe etwas mehr als die Hälfte des Teiges dafür gebraucht. Den Rest kann man einfrieren oder noch ein paar Tartelettes damit machen, also kleine Törtchen.

Ringe Tarte

Ringe Tarte

Am nächsten Tag

Ofen auf 170° vorheizen.

Den Teig auf ca. 4mm ausrollen (ich habe viel Mehl beim Ausrollen benutzt, da der Teig etwas klebrig ist). Den Tarte-Ring in den Teig drücken. Aus dem restlichen Teig Streifen ausschneiden um den Tarte-Rand auszukleiden. Mit einem Messer am oberen Rand des Ringes langfahren, um eine gleichmäßige Höhe zu erhalten. Mit einer Gabel den Boden einstechen. Boden 20 – 25 Minuten backen und danach Ring entfernen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Die weiße Kuvertüre vorsichtig schmelzen (am besten im Bain Marie) und mit einem Pinsel auf den Tarte-Boden aufstreichen.

Danach die Erdbeerkonfitüre dünn aufstreichen (zu süß schmeckt ja nicht…)

Die Crème Patissière aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Handrührgerät zusammen mit der Mascarpone aufschlagen. Pistazienmark untermixen.

Tarteboden

Tarteboden

Die Crème habe ich dann in kleinen Häufchen aufgespritzt, da ich die Erdbeeren eigentlich viel unregelmäßiger verteilen wollte. Im Endresultat sieht man das aber nicht wirklich. Erdbeeren putzen, in Hälften schneiden und gleichmäßig von außen im Kreis auflegen

 

 

Hibiskus-Glasur herstellen (oder nur aufwärmen, wenn man sie noch übrig hatte, so wie ich):

Einen Sirup herstellen mit Wasser, Zucker und Glukose (kurz aufkochen). Hibiskus 5 Minuten lang im Sirup ziehen lassen. Mischung durch ein Sieb geben.

Dann erneut den Sirup zum Kochen bringen. Zucker-Pektin-Gemisch dazugeben und unter rühren 2 Minuten lang kochen lassen. Die Glasur kann man mit ca. 50°C gut verteilen.

Zum Schluss noch mit Pistazienkrümeln bestreuen…fertig!

Zum Glück habe ich noch schnell ein Foto gemacht, denn die war ganz schnell weg….

Erdbeertarte

Erdbeertarte

6 Kommentare

  1. Kretin sagt

    C’est magnifique, et ce doit être très bon!! Une belle tarte aux fraises comme chez le patissier français!!

  2. Saskia sagt

    Diese Tarte nur ansehen und nicht essen zu dürfen ist schon eine kleine sinnliche Frechheit…
    Wo kaufst Du Pistazienmark?

    • Caro sagt

      Liebe Saskia,
      ein wenig quälen muss ich schon 😉
      Pistazinenmark habe ich in München im FrischeParadies gefunden. Allerdings keinen Schreck bekommen, es ist recht teuer.
      Alternativ kann man Pistazien kaufen (ungesalzen, ganz natur) und im Mixer (so eine kleine Küchenmaschine, mit der mann alle möglichen Dinge kleinhacken kann) so lange mixen, bis eine Paste entsteht. Das kann schon ein paar Minuten dauern. Achtung aber, dass der Motor nicht überhitzt, also immer mal kleine Pausen einlegen.
      Viel Spass und viele Grüsse
      Carolin

    • Caro sagt

      Hallo lieber Klaus,
      ich freu mich über Deinen Besuch!!!
      Aber zu Deiner Frage…mir scheint die Franzosen sind weniger mit Quarktörtchen unterwegs, aber ich habe trotzdem ein schönes Rezept gefunden. Schick ich Dir per Mail 🙂
      Liebe Grüsse
      Caro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.